Chancen, Risiken und Prognose

Wesentliche Chancen und Risiken

Gegenüber dem 31. Dezember 2013 hat sich keine wesentliche Veränderung der Chancen- und Risikosituation des LANXESS Konzerns ergeben. Wir verweisen insoweit auf die Darstellungen im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS AG und LANXESS Konzern für das Geschäftsjahr 2013. In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann der Vorstand derzeit keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand von LANXESS gefährden.

Prognose

LANXESS geht auch für den weiteren Jahresverlauf von einer leichten Erholung des wirtschaftlichen Umfelds aus. Die wesentlichen Impulse erwarten wir hierbei aus den etablierten Wirtschaftsregionen, mit Ausnahme von Japan, wo vor dem Hintergrund der anstehenden Steuererhöhung eine verhaltenere Entwicklung stattfinden könnte.

In Europa sollte sich die Erholung fortsetzen. Dabei ist für Westeuropa von einem geringeren Wachstum im Vergleich zu Osteuropa auszugehen. Für die USA nehmen wir weiterhin eine bessere wirtschaftliche Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr an. In China ist insbesondere durch die Diskussionen über den Finanzsektor von einer moderateren Entwicklung auszugehen. Das prognostizierte Wachstum von 7,5 % halten wir aber nach wie vor für erreichbar.

Die wesentliche Risikokomponente für die weiteren Wachstumsaussichten stellt aus unserer Sicht derzeit eine potenzielle Ausweitung des politischen Konflikts zwischen Russland und der Ukraine dar.

In der chemischen Industrie nehmen wir eine weiterhin robuste Entwicklung der Produktion an, die regional insbesondere durch Asien getrieben werden sollte.

Bei unseren Kundenindustrien erwarten wir für die Automobilproduktion ein Wachstum über Vorjahresniveau. In Europa sehen wir für die Automobilindustrie eine insgesamt leichte Nachfrageverbesserung. Im chinesischen Wirtschaftsraum rechnen wir mit einer guten Nachfrageentwicklung und sehen diesen Trend auch für den Großteil der übrigen asiatischen Länder. In Nordamerika gehen wir für den weiteren Jahresverlauf von dem angenommenen leichten Wachstum aus.

Für die Reifenindustrie gehen wir für das Geschäftsjahr von weiterem Wachstum aus. Insbesondere die Entwicklung im Bereich Ersatzreifen wird sich hier jedoch nicht auf dem guten Niveau des ersten Quartals fortsetzen können. Für Europa nehmen wir eine leicht bessere Entwicklung an als zum Jahresende prognostiziert, erwarten aber weiterhin für Westeuropa einen leicht negativen Trend. Die Reifenindustrie im chinesischen Wirtschaftsraum wird weiterhin Schwerpunkt des Wachstums sein. In den USA wird sich unserer Ansicht nach ein geringfügiges Wachstum ergeben.

Der Markt für Agrochemikalien sollte sich weiterhin gut entwickeln und mit einer entsprechend hohen Nachfrage verbunden sein.

Die Bauindustrie wird aus unserer Sicht im Jahresverlauf weiter wachsen. Die Nachfrage sollte insbesondere aus Asien kommen. Aber auch in den USA und Europa rechnen wir mit einem Wachstum und sehen für Europa zudem eine Verbesserung der Wachstumsaussichten.

Für unsere Geschäftsentwicklung gehen wir für den weiteren Jahresverlauf von einem anhaltend herausfordernden Wettbewerbsumfeld für unsere Geschäftsbereiche mit synthetischem Kautschuk aus, die eng mit der Automobil- und Reifenindustrie verbunden sind. Unserer Einschätzung nach wird für diese Geschäfte deshalb der Preisdruck bestehen bleiben. Wir gehen daher für unser Segment Performance Polymers weiter von einer gedämpften Entwicklung aus.

Im Bereich Agrochemikalien erwarten wir auch für die kommenden Quartale eine gute Nachfrageentwicklung und sehen deshalb für unsere Geschäftsbereiche im Segment Advanced Intermediates eine ebenfalls gute Entwicklung voraus.

Durch das prognostizierte Wachstum in der Bauindustrie sehen wir unter anderem weitere mögliche Impulse für unser Geschäft mit Pigmenten im Segment Performance Chemicals.

Aufgrund dieser Faktoren erwarten wir für das laufende zweite Quartal eine Verbesserung der Ergebnisentwicklung gegenüber dem Vorjahr und rechnen damit, ein EBITDA vor Sondereinflüssen in der Bandbreite zwischen 220 und 240 Mio. € zu erreichen.

Für das Geschäftsjahr 2014 konkretisieren wir unsere Ergebniserwartung und gehen derzeit davon aus, ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 770 und 830 Mio. € erzielen zu können.

Wir haben bereits im vergangenen Jahr mit dem Programm „Advance“ Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und gezielte Restrukturierungen eingeleitet, um die Wettbewerbsfähigkeit von LANXESS zu verbessern, und konnten die Personalmaßnahmen unter „Advance“ bereits im Rahmen der Erwartungen abschließen. Derzeit wird intensiv an einem weiteren Programm zur Neuausrichtung von LANXESS gearbeitet. Detaillierte Informationen hierzu werden voraussichtlich im Verlauf der zweiten Jahreshälfte erfolgen können.

An der Umsetzung unserer bereits weit fortgeschrittenen wesentlichen Wachstumsprojekte in China, Singapur und Antwerpen (Belgien) werden wir weiter konzentriert arbeiten. Unsere auszahlungswirksamen Investitionen werden daher im laufenden Jahr mit gut 600 Mio. € auf Vorjahresniveau erwartet. Nach Fertigstellung der Anlagen ist zukünftig eine Fokussierung auf Maßnahmen für Instandhaltung und Effizienzerhöhung bei einer Reduktion des Investitionsvolumens vorgesehen.

Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf die Darstellungen im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS AG und LANXESS Konzern für das Geschäftsjahr 2013.