Ergebnis

Bruttoergebnis vom Umsatz

Die Kosten der umgesetzten Leistungen sanken um 4,4 % auf 1.626 Mio. €. Sie verringerten sich somit überproportional zum Umsatz. Die Entlastung resultierte insbesondere aus geringeren Einstandspreisen für Rohstoffe, die den gegenläufigen Effekt aus der Erhöhung der Absatzmengen mehr als ausglich. Darüber hinaus lagen die Fertigungskosten, auch aufgrund weggefallener Anlaufkosten für neue Kapazitäten in Singapur, unter Vorjahresniveau.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 417 Mio. € um 22 Mio. € bzw. 5,6 % über dem Wert des Vorjahresquartals. Die Bruttomarge stieg von 18,9 % auf 20,4 %. Die Entwicklung ergab sich insbesondere aus der positiven Entwicklung der Absatzmengen sowie geringeren Fertigungskosten. Gegenläufig wirkten sich gesunkene Verkaufspreise aus, die einen positiven Effekt aus geringeren Rohstoffkosten überstiegen. Die Veränderung der Wechselkurse hatte keinen wesentlichen Einfluss auf das Bruttoergebnis. Die Auslastung der Anlagen lag über dem Niveau des Vorjahresquartals.

EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten
 
in Mio. € Q1/2013 Q1/2014 Veränd. in %
 
Performance Polymers 112 117 4,5
Advanced Intermediates 71 72 1,4
Performance Chemicals 51 68 33,3
Überleitung – 60 – 52 13,3
  174 205 17,8

EBITDA und operatives Ergebnis (EBIT)

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen lag im ersten Quartal 2014 mit 205 Mio. € um 31 Mio. € bzw. 17,8 % über dem Wert im Vorjahreszeitraum. Die Ergebnisverbesserung war vor allem auf positive Mengeneinflüsse sowie gesunkene Fertigungskosten zurückzuführen. Belastend wirkte die Anpassung der Verkaufspreise, die aufgrund der herausfordernden Wettbewerbssituation über die Entlastung aus dem Rückgang der Rohstoffpreise hinausging. Die Entwicklung der Wechselkurse hatte darüber hinaus eine leicht negative Auswirkung. Die Vertriebskosten sanken leicht um 1,6 % auf 186 Mio. €. Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen mit 45 Mio. € um 6,3 % unter dem Wert im Vorjahreszeitraum. Die allgemeinen Verwaltungskosten betrugen 74 Mio. € nach 79 Mio. € in den ersten drei Monaten des Jahres 2013. In der Entwicklung dieser Funktionskosten zeigten sich bereits jetzt Effizienzsteigerungen aus dem Programm „Advance“. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen im Konzern lag im Berichtszeitraum mit 10,0 % über dem Vorjahreswert von 8,3 %.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen unseres Segments Performance Polymers stieg im ersten Quartal um 5 Mio. € bzw. 4,5 % auf 117 Mio. €. Die positive Mengenentwicklung sowie geringere Fertigungskosten, unter anderem aufgrund des Wegfalls der im Vorjahr angefallenen Einmalaufwendungen, insbesondere für das Butylkautschukwerk in Singapur, konnten die Belastung aus den über den Rohstoffpreisrückgang hinaus gesunkenen Verkaufspreisen mehr als ausgleichen. Darüber hinaus wirkte sich ein Streik in Belgien belastend aus.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates lag mit 72 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahresquartals von 71 Mio. €. Niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe wurden in den Markt weitergegeben. Die weiterhin gute Nachfrage nach Agrochemikalien führte zu einem positiven Mengeneffekt, dem leicht negative Wechselkurseinflüsse entgegenwirkten.

Das Segment Performance Chemicals erzielte ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 68 Mio. € und lag damit um 17 Mio. € über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Ergebnisverbesserung resultierte insbesondere aus der deutlich positiven Mengenentwicklung, die leicht gestiegene Fertigungskosten mehr als überkompensierte. Die Veränderung von Verkaufspreisen sowie Einstandspreisen für Rohstoffe wirkte sich nicht wesentlich aus. Darüber hinaus ergaben sich geringfügig vorteilhafte Währungs- und Portfolioeffekte.

Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns betrug im ersten Quartal 75 Mio. € nach 67 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 103 Mio. € auch nach Zugängen aus Investitionstätigkeit nur geringfügig über dem Wert im ersten Quartal des Jahres 2013. Hierbei wirkte sich aus, dass die Abschreibungsbasis zum Jahresende 2013 durch außerplanmäßige Abschreibungen beeinflusst wurde. Die im sonstigen betrieblichen Ergebnis enthaltenen, vollständig EBITDA-wirksamen Sonderaufwendungen von 27 Mio. € betrafen im Wesentlichen Maßnahmen im Rahmen des Programms „Advance“ sowie die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten. Im Vergleichszeitraum fielen Sonderaufwendungen von 5 Mio. € an.

Die Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen zum operativen Ergebnis (EBIT) ergibt sich wie folgt:

Überleitung EBITDA vor Sondereinflüssen zum EBIT
 
in Mio.€ Q1/2013 Q1/2014 Veränd. in %
 
EBITDA vor Sondereinflüssen 174 205 17,8
Abschreibungen – 102 – 103 – 1,0
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse – 5 – 27 < – 100
Operatives Ergebnis (EBIT) 67 75 11,9
   

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich im ersten Quartal 2014 auf minus 37 Mio. € nach minus 36 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Im Zinsergebnis lag der Zinsaufwand leicht unter dem Wert im ersten Quartal 2013. Entlastend wirkte, dass anteilige Fremdkapitalkosten, unter anderem im Rahmen der Errichtung der neuen Anlagen in Singapur und in China, aktiviert wurden. Der aktivierte Betrag lag auf Vorjahresniveau. Aus at equity bewerteten Beteiligungen ergab sich in der Berichtsperiode ein Ergebnisbeitrag von 1 Mio. € nach 0 Mio. € im Vorjahr. Das sonstige Finanzergebnis, das im Wesentlichen durch die Aufzinsung von Rückstellungen bestimmt wurde, verschlechterte sich um 3 Mio. € auf minus 14 Mio. €.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich im ersten Quartal um 7 Mio. € auf 38 Mio. €. Die Steuerquote betrug 36,8 % nach 22,6 % im Vorjahresquartal.

Konzernergebnis/Ergebnis je Aktie/Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen

Das Konzernergebnis lag im Berichtszeitraum mit 25 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Auf andere Gesellschafter entfiel, wie im Vorjahr, ein Verlust von 1 Mio. €.

Bei einer unveränderten Zahl umlaufender LANXESS Aktien betrug das Ergebnis je Aktie 0,30 € nach einem Vorjahreswert von 0,30 €.

Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen lag bei 0,53 € nach 0,34 € im Vergleichszeitraum. Die Ermittlung erfolgte ausgehend vom Ergebnis je Aktie unter Berücksichtigung der Sondereinflüsse sowie darauf entfallender Steuereffekte. Die Sondereinflüsse im Berichtszeitraum betrugen 27 Mio. € nach 5 Mio. € im Vorjahreszeitraum.