Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 31. März 2014 betrug 6.998 Mio. €. Sie lag damit um 187 Mio. € bzw. 2,7 % über dem Wert von 6.811 Mio. € zum 31. Dezember 2013. Diese Entwicklung war im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg des Working Capital.

Das langfristige Vermögen wuchs um 12 Mio. € auf 3.604 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen dabei leicht um 2 Mio. € auf 3.228 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im ersten Quartal 2014 auf 108 Mio. € nach 93 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Im Wesentlichen bedingt durch eine geringere Abschreibungsbasis nach außerplanmäßigen Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögenswerte zum Jahresende 2013 lagen die Abschreibungen in den ersten drei Monaten des Berichtszeitraums trotz Investitionstätigkeit mit 103 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vergleichszeitraums. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen lag mit 51,5 % leicht unter dem Niveau zum 31. Dezember 2013 von 52,7 %.

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 3.394 Mio. € um 175 Mio. € bzw. 5,4 % über dem Wert zum 31. Dezember 2013. Die Vorräte erhöhten sich im Wesentlichen mengenbedingt gegenüber dem Jahresende 2013 um 64 Mio. € auf 1.363 Mio. €. Darüber hinaus stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 106 Mio. € bzw. 9,9 % auf 1.176 Mio. €. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 48,5 % nach 47,3 % zum 31. Dezember 2013.

Aufgrund der Bilanzierungsvorschriften sind bedeutende selbsterstellte Vermögenswerte in der Bilanz des LANXESS Konzerns nicht enthalten. Hierzu gehören der Markenwert von LANXESS sowie die Werte anderer Marken des Konzerns. Sie wurden im Berichtszeitraum durch eine Vielzahl an Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt und trugen dazu bei, die solide Positionierung unserer Business Units im Markt zu erhalten.

Auch unsere etablierten Kunden- und Lieferantenbeziehungen stellen einen signifikanten immateriellen Wert dar. Die jahrelange, durch kontinuierliche Lieferqualität gefestigte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ermöglicht es uns, auch in einem herausfordernderen wirtschaftlichen Umfeld im Wettbewerb erfolgreich zu sein. Unsere Technologie- und Innovationskompetenz, der ebenfalls ein hoher Wert beizumessen ist, fußt auf unserem spezifischen Wissen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Custom Manufacturing. Hierdurch generieren wir signifikanten Mehrwert für unsere Kunden.

Das Know-how und die Erfahrung unserer Mitarbeiter sind tragende Säulen unseres unternehmerischen Erfolgs. Darüber hinaus verschaffen uns ausgereifte Produktions- und Geschäftsprozesse Wettbewerbsvorteile in den für uns relevanten Märkten.

Auf der Passivseite belief sich das Eigenkapital auf 1.892 Mio. € nach 1.900 Mio. € zum 31. Dezember 2013. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus dem negativen Gesamtergebnis im Berichtszeitraum. Zum 31. März 2014 betrug der Anteil des Eigenkapitals an der Konzernbilanzsumme 27,0 % nach 27,9 % zum 31. Dezember 2013.

Das langfristige Fremdkapital verringerte sich zum 31. März 2014 um 31 Mio. € auf 2.998 Mio. €. Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten lagen dabei mit 1.578 Mio. € um 71 Mio. € unter dem Wert zum Jahresende 2013. Diese Veränderung beruhte im Wesentlichen aus der Umgliederung der im Februar 2015 fälligen chinesischen Renminbi-Anleihe über 500 Mio. CNH, umgerechnet 58 Mio. €, in die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen hingegen um 61 Mio. € auf 1.004 Mio. €. Der Anstieg ergab sich insbesondere aus der Veränderung der zur Bewertung herangezogenen Zinssätze. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme belief sich auf 42,9 % nach 44,5 % zum 31. Dezember 2013.

Das kurzfristige Fremdkapital lag mit 2.108 Mio. € um 226 Mio. € bzw. 12,0 % über dem Wert zum 31. Dezember 2013. Diese Entwicklung resultierte hauptsächlich aus der zuvor beschriebenen Umgliederung der chinesischen Renminbi-Anleihe in die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der Aufnahme sonstiger kurzfristiger Finanzschulden. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag zum 31. März 2014 bei 30,1 % nach 27,6 % zum Jahresende 2013.